Aus dem Hause Porsche gibt es verschiedene Getriebetypen, die mehr oder weniger gut für den Einbau in den VW Käfer geeignet sind. Grundvoraussetzung für den Einbau ist, dass das Getriebe von seinen Abmaßen überhaupt irgendwie in den Käfer passt. Irgendwie bedeutet allerdings nicht unbedingt, dass man gravierende Einschnitte am Rahmen vornehmen muß.

Am besten passen Getriebe der Baureihen 901 und 914 in den VW Käfer. Diese Getriebe haben Gehäuse, die nur unwesentlich größer sind als die originalen Käfer-Getriebe. Die 901-Getriebe waren in den Modellen Porsche 911 bis Baujahr 1972 verbaut. Das 914, - naja ist ja wohl klar- war in den Volksporsche-Modellen verbaut. Hier gab es zwei grundlegend verschiedene Typen. Die 1.7er Modelle hatten die Schaltbetätigung seitlich am Schaltwellendeckel, die 2.0er Getriebe hatten diese seitlich am Hauptgehäuse.

Die Übersetzungen der alten 901er Getriebe unterscheiden sich nur leicht von denen der 03S-Getriebe. Sie sind von Ihrer Übersetzung nicht geeignet für große drehmomentstarke Typ4-Motoren, obwohl sie die gleichen Drehmomente vertragen wie die 914er . Gut kombinierbar sind sie mit drehfreudigen kleinen Motoren bis ca. 2.000 cm³. Die Getriebe der Baureihen 914 laufen im Käfer in falscher Richtung, da ursprünglich in einem Mittelmotor-Fahrzeug verbaut. Hier muß die Drehrichtung durch Umsetzen des Differentials geändert werden. Diese Getriebe haben Übersetzungen, die gut zu hubraumstarken Typ4-Motoren passen. Empfohlen werden sie von uns in Kombination mit Motoren zw. 2.000 und 2.900 cm³. Leistungen von bis zu 240 PS und Drehmoment bis gut 270 Nm stellen kein Problem bei diesen Getrieben dar. Je nach Bereifung und Antriebsaggregat sind Geschwindigkeiten bis über 220 km/h möglich.

Getriebe vom Typ 915 kamen in den 911er Modellen ab Baujahr 1972 bis 1986 zum Einsatz. Diese Schaltboxen vertragen wesentlich mehr Drehmoment als die Vorläufer 901 und 914. 340 Nm stellen für dieses Getriebe kein Problem dar. Demnach sind sie auch kombinierbar mit diversen Turbo-Motoren, hier sei nur der Subaru Turbo 2.0 genannt, der in der offenen Version leicht 280 PS und 330 - 340 Nm bringt. Nachteile dieser Getriebe sind ihr großes Gehäuse und ihr hoher Preis als Gebrauchtteil. Sie weisen ein wesentlich längeres Gehäuse auf als die 901/914-Typen und sind zudem ca. 10 - 12 kg schwerer als die Vorläufer. Diese wiegen immerhin auch schon 43 kg. Vorteile sind die wesentlich längeren Gangabstufungen bereits in den kleinen Gängen und die Schaltbarkeit der im H-Schema liegenden Gänge 1 - 4. Geschwindigkeiten von bis zu 250 km/h sind mit dem 915er kein Problem.

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