Hubraumstarke Typ4-Motoren mit bulligem Drehmoment und Turbomotoren bringen die Getriebe der Baureihen 901 und 914 an ihre Grenzen. Alles was über ca. 270 Nm Drehmoment hinausgeht ist auf Sicht schädlich für diese Getriebe. Die Szene und damit meine ich vordergründig gute Motorenbauer und ihre Kunden verlangt nach Getrieben, die auch höhere Momente aufnehmen und weitergeben können. Eine Lösung aus bekanntem Hause heißt 915. Das Haus aus dem dieses Getriebe kommt ist den meisten bekannt. Es liegt in der Nähe von Stuttgart.

OrigianldeckelBeim Betrachten des Porsche 915-Getriebes fallen einem gleich die doch fast unflätigen Aussenmaße ins Auge. Beim Anfassen des Getriebes außerdem noch das wesentlich höhere Gewicht als das des 901/914-Getriebes. Die gut 10 kg mehr, der Einbauaufwand, sowie der hohe Preis dieses Getriebes werden diese Schaltbox nie zu einem "Standard" werden lassen. Allerdings gibt es bisher noch keine guten Alternativen, wenn man einen Motor im Wagen hat, der eine solch hohe Drehmomentverträglichkeit erfordert. Diese liegt beim 915 nämlich in einem Bereich bis knapp 350 Nm und hält somit den meisten Triebwerken stand, die im Markt erhältlich sind.

Ausgefräster DeckelDa wir uns das Thema Getriebe auf die Fahnen geschrieben haben, können und wollen wir uns dem 915er von Porsche nicht verschließen. Wir haben unsere Modellbau-/und Giesserei-Erfahrungen genutzt und verschiedene Umbauteile konstruiert, die den Einbau dieses Getriebes in den Käfer wesentlich einfacher gestalten. Der originale Schaltwellendeckel weist, ebenso wie der 901-Deckel einen Tachoantrieb auf, der ungefähr 20 mm aufträgt. Diese 20 mm lassen dann das Getriebe entsprechend weit nach hinten über die originale Käfertraverse hinausragen. Außerdem ist der obere Rand des Schaltwellendeckels sehr weit nach vorne ausgebaut und rechtwinklig, so dass der Kofferboden in diesem Bereich sehr weit ausgespart werden muß.

Unser Deckel basiert im wesentlichen auf den Maßen des 915er Deckels ist jedoch im Bereich des Achsrohres flach gehalten. Somit kann das Getriebe um 20 mm nach vorne gerückt werden. Oben am Kofferboden ist unser Deckel angeschrägt, so dass der Ausschnitt im Kofferboden und die dazugehörige Abdeckung wesentlich kleiner ausfällt. Es gibt eine eigene zugehörige Traverse, die mit dem Lochbild des Deckels übereinstimmt.

Da sehr häufig große Wellenstümpfe im 915-Getriebe verbaut sind, haben wir eigene Stümpfe mit 100 mm Durchmesser (Porsche 944-Lochkreis) anfertigen lassen.

Das Gussteil von obenDas Gussteil von unten

Aktueller Status (Stand 5.7.05):

GetriebedeckelDer Deckel wurde digital vermessen und die Koordinaten wurden an ein Fräszentrum übergeben. Das Teil wurde erstmalig CNC-gefräst. Das Programm ist somit erfasst und abrufbar. Der Deckel wurde auf ein Getriebe montiert. Es sind noch ein paar kleinere Korrekturen im Zehntelbereich durchzuführen. Diese Korrekturen werden in den nächsten zu bearbeitenden Deckel einfliessen. Am Modell müssen noch 2-3 kleinere Änderungen vorgenommen werden.

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